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Verhütung

Liebe und Sexualität spielen zu jedem Zeitpunkt im Leben einer Frau eine Rolle. Vor allem während der Geschlechtsreife, aber auch beim Übergang zu den Wechseljahren spielt dementsprechend das Thema Verhütung eine große Rolle. Die Entscheidung für oder gegen ein bestimmtes Verhütungsmittel hängt neben der individuellen Lebenssituation und den Wünschen der Frau auch von den gemeinsamen Vorstellungen eines Paares ab. Aufgrund äußerer Faktoren wie beruflicher und ökonomischer Situation sowie dem Wunsch vor der Schwangerschaft noch die unterschiedlichsten Dinge erleben zu wollen, verlagert sich der Kinderwunsch zunehmend in die Zukunft.

Während früher nur wenige Verhütungsmethoden zur Verfügung standen, fällt es heutzutage schwer den Überblick zu behalten. Angefangen von den natürlichen Verhütungsmethoden (z.B. Temperaturmethode, Berechnung der fruchtbaren und unfruchtbaren Tage) über die hormonfreien Verhütungsmittel (z.B. Barrieremethoden wie Diaphragma, Kondom, Kupferkette, Kupferspirale) bis hin zu hormonhaltigen Präparaten (Pille, Spirale, Implantate, Injektionen, Ringe, Pflaster). Dabei hat jede Methode ihre Vor- und Nachteile. Eine hundertprozentige Sicherheit existiert jedoch für keine davon, da viele äußere Faktoren die kontrazeptive Sicherheit beeinflussen können. Der Pearl-Index veranschaulicht hierbei das Maß für die Zuverlässigkeit einer Methode zur Empfängnisverhütung. Er gibt die Anzahl der Schwangerschaften auf 100 Frauen an, die konsequent mit der gleichen Verhütungsmethode über 1 Jahr lang verhüten.

Als sichere Methoden gelten v.a. die unterschiedlichen Pillen, mit denen auch Begleiterscheinungen wie Akne, fettige Haut und das prämenstruelle Syndrom günstig beeinflusst werden können. Intrauterine Verhütungssysteme wie die Hormonspiralen zeigen eine vergleichbare Sicherheit. Im Folgenden finden Sie eine Darstellung unterschiedlichster Verhütungsmethoden, wobei die tabellarische Auflistung keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Hier können Sie sich schon vorab über die speziellen Methoden informieren.

Gemeinsam können wir dann das geeignete Mittel für Sie finden und Vor- und Nachteile individuell besprechen. Vor Ersteinnahme und bei Umstellung der Verhütungsmethode erfolgt ein ausführliches Gespräch sowie eine ärztliche Untersuchung. Wann immer an der Verhütungsmethode etwas geändert werden soll, ist es ratsam den Frauenarzt aufzusuchen, um möglichGefahrenquellen auszuschließen. V.a. auch während der Wechseljahre gibt es einige Dinge zu beachten. Auch hierüber spreche ich gern mit Ihnen.

 

Verhütungsmethode Wirkung Sicherheit (Pearl- Index)
Pille Entweder als Östrogen- Gestagene- Kombination oder Gestagen- Only- Präparate (Minipille), Hemmung des Eisprungs und der Reifung der Eibläschen einerseits sowie Veränderung der Gebärmutterschleimhaut, des Zervixschleims und der Eileiterbeweglichkeit andererseits 0,1 – 0,9 bzw. 0,5 – 3 (Minipille)
Hormonspirale Vorrangig lokale Wirkung im Bereich der Gebärmutter: Verhinderung der Einnistung einer Eizelle durch Veränderung der Gebärmutterschleimhaut, Hemmung des Transportes der Eizelle durch die Eileiter, Veränderung der Zusammensetzung des Zervixschleims zur Verhinderung des Aufsteigens der Spermien 0,16
Kupferspirale Kupferionen erzeugen eine abakterielle Entzündung, welche die Gebärmutterschleimhaut und den Zervixschleim verändern und ebenso das Einnisten einer eventuell befruchteten Eizelle verhindern. Außerdem kommt es zu einer Schädigung der Spermien. 0,3- 0,8
 

Vaginaler Verhütungsring

 

durch Kombination von Östrogenen und Gestagenen wird wie bei der Pille auch der Eisprung und die Einnistung in die Gebärmutterschleimhaut verhindert. Auch hier wird der Zervixschleim zähflüssiger gemacht, damit Spermien nicht aufsteigen können 0,4 – 0,65
Verhütungspflaster Wie beim Vaginalring und der Pille, System wird auf die Hautgeklebt für 3 Wochen, anschließend folgt eine Pause 0,72 – 0,9
Implantat Reines Gestagenpräparat mit Wirkung für 3 Jahre, Hemmung des Aufbaus der Gebärmutterschleimhaut und damit Einnistung einer Eizelle, Veränderung des Zervixschleims und damit Verhinderung des Eindringens von Spermien in die Gebärmutter, Hemmung des Eisprungs 0 – 0,08
3-Monates-Spritze Reines Gestagen-Präparat mit Wirkung für 12 Wochen; Mechanismus wie bei Implantaten 0,3 – 0,88
Sterilisation der Frau

Sterilisation des Mannes

Durchtrennung oder Verschluss beider Eileiter in Vollnarkose

Durchtrennung der Samenstränge in örtlicher Betäubung

0,2 – 0,3

0,1

Kondome für den Mann 

Kondom für die Frau

Barrieremethode und gleichzeitig Schutz vor sexuell übertragbaren Erkrankungen 2-12

5-25

Coitus interruptus Ejakulation außerhalb des weiblichen Körpers, unsichere Methode 4-18
 

Diaphragma

 

Barrieremethode unter Verwendung spermizider Wirkstoffe

1-20
Portiokappe Barrieremethode unter Verwendung spermizider Wirkstoffe 6
Zykluscomputer Bestimmung bestimmter Hormone im morgendlichen Urin und Auswertung über einen Computer, Vorhersage der fruchtbaren Tage, an denen kein Verkehr erfolgen sollte 0,7 - 4
Symptothermale Methode

 

Messung der Spinnbarkeit des Zervixschleims als Indikator für die fruchtbaren Tage in Kombination mit der morgendlichen Temperaturmessung 0,8 - 3
Keine Verhütung 85

 

Alle Angaben laut: