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Brustultraschall

Brustkrebs ist die häufigste Erkrankung der Frau. Derzeit erhalten eine von 8 Frauen diese Diagnose. Rund 70000 Frauen sind in Deutschland betroffen. Im Alter zwischen 35 und 50 Jahren ist der Brustkrebs die häufigste Todesursache.

Risikofaktoren für die Entstehung von Brustkrebs sind neben Erbfaktoren, Alter, Rauchen und hormonellen Ungleichgewichten durch z.B. lange Östrogenphasen v.a. auch ein sog. „dichter Drüsenkörper“. Hieraus resultiert ein mindestens 5fach höheres Brustkrebsrisiko (sind Familienangehörige ersten Grades von Brustkrebs betroffen dagegen ein 2 fach erhöhtes Risiko). Wichtig bei der Diagnosestellung Brustkrebs ist die frühzeitige Erkennung ! Hierdurch sind schonendere Behandlungsmethoden und eine bessere Prognose möglich. Daher ist Jede Frau angehalten ihre Brust regelmäßig selbst abzutasten. Sehr kleine oder tief gelegene Tumoren können dabei aber nicht getastet werden, z.B. wenn die Brustdrüse sehr groß oder sehr fest ist.

Die Krankenkassen übernehmen Behandlungen, die wirtschaftlich und medizinisch begründet sind. Hierzu gehören u.a. das MammografieScreening im Alter von 50 bis 70 Jahren. Die Frauen werden mit einem Schreiben zur Teilnahme eingeladen. Jenseits der 70 und bei Frauen unter 50 JAhren erhalten die Frauen nur die jährliche Tastuntersuchung durch den Frauenarzt. Bei Frauen mit einer nachgewiesenen genetischen Veränderung in den Brustkrebsgenen BRCA 1 und BRCA 2 wird neben der halbjährlichen Tastuntersuchung auch die Ultraschalluntersuchung der Brust empfohlen. Weitere gesetzliche Leistungen zur Früherkennung existieren v.a. für Frauen ohne Mutationsnachweis nicht.

Der Brustultraschall als Vorsorgeuntersuchung wird derzeit nicht von den Krankenkassen übernommen. Dies bedeutet nicht, dass die Untersuchung unsinnig wäre – im Gegenteil. „Sondern es bedeutet lediglich, dass es aus Sicht der Krankenkassen nicht wirtschaftlich wäre, die Kosten dafür zu übernehmen“, so auch Albring (Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte). Gerade für Frauen mit großer Brust, dichtem Drüsenkörper oder nachgewiesener Genmutation stellt der Ultraschall in den o.g. Altersgruppen ein wichtiges weiteres diagnostisches Instrument dar, um einen Brustkrebs so früh wie möglich zu erkennen.

Vorteile der Untersuchung sind u.a.: fehlende Schmerzhaftigkeit und Strahlenbelastung, jederzeit und wiederholbar einsetzbar, Anwendung durch die fehlende Strahlenbelastung auch in der Schwangerschaft und Stillzeit, schnelle Ergebnismitteilung und Beruhigung der Patientin, da die meisten Befunde gutartig sind, gute ergänzende Untersuchung zu anderen Untersuchungen.
Als nachteilig kann u.U. angesehen werden, dass – wie bei anderen bildgebenden Untersuchungen allerdings auch – nicht alle Brustkrebsarten darstellbar sind und bei Auffälligkeiten keine Aussagen über die Dignität (biologisches Verhalten) des Tumors gemacht werden können. Allerdings ist auch dies mit der Mammografie nicht möglich, so dass sich dann eine Probeentnahme anschließen kann.

Wenn Sie weitere Informationen wünschen, sprechen Sie uns gern an. Es geht um Ihre Gesundheit!

Quelle:
Frauenaerzte-im-Netz
Deutsche Krebsgesellschaft